Hier könnt Ihr die Presseberichte über die Veranstaltungen nachlesen

"Die Bandy wollen wieder spielen!"

11779097 XL

  • Toni Rothof (rechts) ist der gute Geist im Stadtparkverein und wird von den Mitgliedern auch liebevoll der "Sheriff" genannt, weil er sich um alles kümmert. Thomas Claaßen ist der Vorsitzende des Vereins. Zusammen haben sie an der Boulebahn im Stadtpark einen Zuweg geschaufelt, damit auch Rollstuhlfahrer beim Kugelspiel mitmachen können. Foto: Steve
  • hochgeladen von Lokalkompass Goch 

Beim Stadtparkverein ist seit einem Jahr alles still und das im sprichwörtlichen Sinne. Weder finden die beliebten Konzerte oder Spielnachmittage in der grünen Oase der Stadt statt, noch die regelmäßigen Treffen der Mitglieder. Nur langsam macht sich Hoffnung breit ...

VON FRANZ GEIB

Goch. "Der vereinsinterne Austausch ist spürbar zurückgegangen", weiß der Vorsitzende Thomas Claaßen, der gerade mit Toni Rothof aus dem Verein einen Zuweg zur Boulebahn schafft, damit nach Corona auch Rollstuhlfahrer barrierefrei auf die Bahn und künftig dort mehr als nur ruhige Kugeln schieben können.
Zwar wird es aller Voraussicht nach noch bis nach dem Sommer dauern, bis eine spürbare Annäherung an die Normalität erlaubt ist, doch wird natürlich schon jetzt für die Zeit nach dem Lockdown geplant. Denn nicht nur den Mitgliedern im Stadtparkverein brennt es auf den Fingern, wieder ins Programm einzusteigen, bemerkt Thomas Claaßen: "Erst vor kurzem hat mich Roman Pankrath, der Gitarrist der Band 'Three red shoes' angerufen und nach Terminen gefragt. Die Bands wollen endlich wieder spielen!"

Erste Vorbereitungen laufen ...

Vor dem Hintergrund des steigenden Impftempos hegt der Vorsitzende natürlich auch Hoffnungen, dass in diesem Jahr etwas möglich sein könnte: "Wir haben die Bands bereits informiert, dass wir aktuell Veranstaltungen für August (Stadtpark Unplugged) und September (ParkRock) vorbereiten."
Ob es dabei bleibt, hänge allerdings maßgeblich vom Infektionsgeschehen ab, weiß Claaßen. Auf alle Fälle werden die Veranstaltungen nicht im Stadtpark stattfinden, so viel ist sicher. Denn dort ließe sich der Besucherandrang kaum kontrollieren. Der Vorsitzende hofft stattdessen darauf, dass der Verein seine beiden Konzertveranstaltungen im Museumsgarten über die Bühne bringen kann, denn der böte viele Vorteile. Der wichtigste Grund: Das Gelände ist eingezäunt und somit könne ein entsprechendes Hygienekonzept greifen, allem voran die Nachverfolgbarkeit bei einem Infektionsgeschehen. Allerdings, so gibt Claaßen zu, stünden noch die dazu notwendigen Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt und des Museums aus. Der Stadtparkverein sei auf jeden Fall vorbereitet, wenn Corona möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte wieder Veranstaltungen zulassen sollte.
Die Gocher Bucht mit ihrer Minigolfanlage hat der Verein dagegen abgeschrieben. Nachdem die Gocher Grünen ihre Idee einer Landesgartenschau, in der die Bucht konzeptionell eingebunden sein soll, im Gocher Rat vorgestellt hatten (das Gocher Wochenblatt berichtete ausführlich) und dabei auf Zustimmung der Rats-Fraktionen stießen, sieht Thomas Claaßen auf dem Gelände für seinen Verein keine Zukunft mehr. Zwar hatten die Grünen signalisiert, dass der Stadtparkverein bei der Umsetzung der Idee beteiligt werden würde, doch das sind für den Vereinsvorsitzenden nur warme Worte: "Bis heute ist niemand aus der Politik an uns heran getreten."

Aus dem Stillstand rauskommen

Für den Verein ein Dilemma, schließlich wäre die Gocher Bucht nicht nur ein idealer Ort gewesen, Veranstaltungen mit einem guten Schutzkonzept auszustatten und zu organisieren, sondern hätten auf dem Gelände am Rande des Stadtparks auch die Geräte sicher untergestellt werden können. Allen voran der mit eigenen Mitteln beschaffte Kofferanhänger, für den der Verein nach wie vor eine Unterbringungsmöglichkeit sucht. So aber sucht der Stadtparkverein weiter nach seinen Möglichkeiten aus dem Stillstand raus zu kommen, spätestens nach Corona. Wer den Verein unterstützen und mit Thomas Claaßen Kontakt aufnehmen will, erreicht ihn unter der Telefonnummer 02823/9274614.

 

Gocher Wochenblatt

wochenblatt3

Leserbrief

brief

Pressebericht zu dem Thema Minigolfanlage Lokalkompas

Thomas Claaßen, der Vorsitzende des Gocher Stadtpark e.V., will zwar nicht aufhören zu hoffen, aber die Gocher Bucht hat er abgeschrieben. Erst wurde der Antrag auf Nutzung des Areals am Stadtpark vom Rat abgelehnt, später auch die Anträge der SPD und ZIG, das Gelände mit Haushaltsmitteln wieder instand zu setzen. Darum bleibt das Gelände bis auf weiteres brach liegen. Nur die Natur ist aktiv und holt sich Stück für Stück zurück.

VON FRANZ GEIB

Goch. Alles hänge von der Bebauung des Klosterplatzes ab, hieß es zum Thema Gocher Bucht in der Sitzung des Rats am 10. Dezember. Was Thomas Claaßen allerdings wurmt, ist die Meldung aus dem Rathaus, dass der unmittelbar angrenzende Radweg demnächst erneuert werden soll. Darin heißt es: "Ab der kommenden Woche wird der Geh- und Radweg im Stadtpark zwischen der Mühlengasse und der Niersbrücke zur Wiesenstraße erneuert. 100.000 Euro investiert die Stadt Goch in die Sanierung. Der Radweg wird rot und der Gehweg grau gepflastert. Die Stadtwerke Goch nutzen die Baumaßnahme um in dem Bereich eine neue Wasserleitung zu verlegen. Der Rad- und Gehweg wird für die Dauer der Baumaßnahme gesperrt. Insgesamt dauern die Arbeiten voraussichtlich bis Ende März dieses Jahres."

Claaßen: "So was regt mich auf!"

Claaßen: "So etwas regt mich wirklich auf. Unser Antrag und die Anträge von ZIG und SPD werden abgelehnt, weil alles vom neuen Bauvorhaben auf dem Klosterplatz abhänge. Aber für den Radweg ist doch Geld da. Man hätte jetzt auch warten können."
Der Stadtparkverein hatte bekanntlich gehofft, die Gocher Bucht und das dazugehörende Gebäude für die Aktivitäten des Vereins, wie "Spielen wie früher" und als Lagerfläche nutzen zu können (das Gocher Wochenblatt berichtete mehrfach darüber). Der Vorsitzende beklagt: "Wir haben hier in Goch nichts mehr für unsere Kinder und Jugendlichen. Früher gab es den Gemeindesaal im Keller der Liebfrauengemeinde oder auch den Nierswalder Keller. Woanders gibt es Kletterparks, hier noch nicht mal ne Diskothek."

Jahresprogramm des Vereins steht

Thomas Claaßen ist nur noch frustriert: "Mir ist das mittlerweile schon fast egal. Wir haben dafür unsere Veranstaltungen alle durchgeplant, es läuft." Beginnen wird das Jahresprogramm, wie im Wochenblatt angekündigt, am 18. April mit einem "Kölschen Abend" von 16 bis 22 Uhr. Für seine beiden Rock&Pop-Events, das erste wird am 9. Mai stattfinden, hat der Verein einen neuen Namen, diese werden künftig unter dem Titel "ParkRock" gelistet. Anders als in vorherigen Veröffentlichungen verlautet, wird der zweite ParkRock nicht am 12. September, sondern am 19. September stattfinden.

Zweites ParkRock am 12. September

"Tanzen im Stadtpark" mit DJ Hansi gibt es am 30. Mai, und am 25. Juli findet "Rockn Reggae" statt. Mit "Spielen wie früher" (15. August) und "Fest der Vereine" (3. Oktober) schließt das Programm ab. Wer Kontakt sucht: willi.ratsak@gocher-stadtpark.de